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TV Nellingen 1893 e. V.
An der Akademie 4
73760 Ostfildern
Tel. 0711/3401531-0
E-Mail:
info(at)turnverein-nellingen.de
Zuletzt veröffentlicht am:
16.05.2013
Unsere Skiabteilung - Daten & Fakten
Termine 2013 der Ski-Abteilung
Ski-Freizeit 2013
Ski- und Snowboardkurs 2013
Skibasar am 17.11.2012
Skifreizeit 2012
Frühjahrswanderung 2012
Radwanderung 2012
Herbstwanderung 2012
Unsere Skiabteilung - Daten & Fakten
Abteilungsleiter: Siegfried Metzger
Die Trainingszeiten und -orte der Abteilung:
Skigymnastik ab 40 Jahre: freitags 20.00 Uhr bis 21.30 Uhr Sporthalle 1, Übungsleiter Klaus Herget
After-Work-Fitness ab 18 Jahre: mittwochs 19.15 Uhr bis 20.15 Uhr Riegelhofhalle, Übungsleiterin Julia Illichmann
Termine 2013 der Ski-Abteilung
Samstag
26.01.2013
Skikurs für Kinder und Jugendliche
Samstag
02.02.2013
Skikurs für Kinder und Jugendliche
Donnerstag
21.03.2013
Hauptversammlung Ski-Abteilung
Montag
15.04.2013
Saisonabschluss Skifahren im Stubaital
bis Donnerstag
18.04.2013
Saisonabschluss Skifahren im Stubaital
Sonntag
05.05.2013
Frühjahrswanderung
Freitag
05.07.2013
Radtour
bis Sonntag
07.07.2013
Radtour
Samstag
28.09.2013
Herbstwanderung
bis Sonntag
29.09.2013
Herbstwanderung
Samstag
12.10.2013
50 Jahre Skigymnastik, Jubiläumsveranstaltung
Samstag
26.10.2013
Spätherbstausfahrt mit Weinprobe
Samstag
23.11.2013
Ski-Basar im OHG
Sonntag
08.12.2013
Jubiläumsausfahrt nach Lech
Die genauen Termine und Orte werden rechtzeitig bekannt gegeben.
Ski-Freizeit 2013
Wie schon in den vergangenen Jahren, so führte die Ski Ausfahrt der Skiabteilung vom 15. bis 18. April dieses Jahr wieder auf den Stubaigletscher. Nach einer staufreien Fahrt erreichten wir schon vor Mittag das Ziel, den Alpengasthof „Tiroler Hof“ in Fulpmes, wo wir gleich die Zimmer bezogen.
Innsbruck "Goldenes Dachl"
Drei Mitglieder der Gruppe wollten das schöne Wetter nutzen, um mit der Überlandbahn nach Innsbruck zu fahren und sich die Stadt anzusehen. Eine Stunde lang schlängelte sich die Bahn an den Berghängen entlang hinunter zur Stadt. Nach einem ausgedehnten Bummel bei schönstem Wetter vorbei am Marktplatz mit dem „Goldenen Dachl“, nach einem kurzen Besuch im Dom und einer Kaffeepause, war es dann Zeit, wieder nach Fulpmes zurück zu fahren. Rechtzeitig zum Abendessen trafen die Innsbruckfahrer wieder im Hotel ein. Dort trafen sie auf den Rest der Gruppe, die schon einmal auf dem Gletscher den Schnee getestet und ihre Skier eingefahren hatten.
Die Wellness -Landschaft des Hotels mit drei Saunen, Whirlpool, Schwimmbad und Geräteraum wurde vor dem Abendessen eifrig genutzt. Das Menü war reichlich und gut. Wir hatten uns ja schon bewegt und konnten guten Gewissens die 5 Gänge genießen. So klang der Tag mit einem Glas Wein oder bei einem Glas Bier fröhlich aus.
Das Wetter war am zweiten Tag so hervorragend, dass man das Frühstück sehr früh angesetzt hatte und kurz nach 9:00 Uhr schon auf dem Eisgrat bei 2900 m Höhe eingetroffen war. Der Schnee war bis zur Mittelstation prächtig. So wurde ohne große Pause bis zum Mittagsvesper bis auf 3000 m Höhe Ski gefahren. Die mitgebrachten Speisen und Getränke aus den Rucksäcken hätten einem königlichen Mal zur Ehre gereicht. Daher war es auch verständlich, dass nach dem Vesper kein Skifahren mehr möglich war. Mit der Gondel ging es zu Tal und von dort zu den Wagen. Die Schangelair-Alm erforderte eine Unterbrechung der Rückfahrt zum Hotel. An solch einer originellen Hütte kann man nicht einfach vorbeifahren. Prost!
Später in der Hotelsauna konnte man sich von den Anstrengungen des Tages entspannen. Wieder gab es ein köstliches Abendessen. Heute jedoch hielt das Pokalspiel Bayern München gegen VfL Wolfsburg (6:1) die Gruppe vor dem Bildschirm munter anstatt zum Après-Ski vor der Bar abzusacken.
Der dritte Tag verlief sportlich ähnlich wie der zweite Tag: tolles Wetter, optimaler Schnee, üppiges Vesper. Mit einem Unterschied: Diesmal war die Grawa-Alm auf der Rückfahrt zu Hotel das Zwischenziel. Von der urigen Terrasse aus konnte man den Wasserfall, die riesigen Eiszapfen am Berghang und eine abgehende Lawine weiter unten im Ruetztal beobachten.
An diesem Abend war das Programm noch straffer als tags zuvor. Nach dem Essen gab es ein kleines Dankeschön für unsere Organisatoren und Fahrer, Siggi Metzger und Manne Aichele. Auch dieses Jahr wurde die „Pistensau 2013“ verliehen.
Rechtzeitig wurde das weitere Abendprogramm auf das Pokalspiel Stuttgart gegen Freiburg (2:1) gelenkt. Jede und jeder in der Gruppe konnte nach diesem Ergebnis und den Anstrengungen am Berg sehr gut schlafen.
Der vierte Tag begann wieder mit idealen Wetterbedingungen. Dem Rufen des Berges konnten wir nicht widerstehen und waren früh auf den Brettern am Gletscher. Das Vesper zu Mittag war, nicht minder reichlich, etwas früher angesetzt, da heute Rückreisetag war. Die Gesichter waren durch die Sonnenstrahlen der drei Tage ordentlich gebräunt.
Ohne Unfälle und Verletzungen konnten wir am frühen Nachmittag, nach einer Dusche im Hotel, die Heimreise antreten. Die notwendige Pause wurde im „Braugasthof Falkenstein“ in Pfronten eingelegt. Gegen Abend erreichten wir wohlbehalten Nellingen. Wir freuen uns schon auf die nächste Ski-Ausfahrt.
Lutz Köllner,
Bilder Hans Hillenbrand,
Lutz Köllner
Ski- und Snowboardkurs 2013
Auch im Jahr 2013 fand bei der Skiabteilung des TV Nellingen wieder ein Ski- und Snowboardkurs statt. Wie in den Jahren zuvor ging es an zwei Samstagen in das schneesichere Skigebiet Balderschwang.
An beiden Tagen konnten wir mit einem vollen Bus in Nellingen losfahren und dem Skigebiet entgegensteuern. Die Vorfreude bei allen Beteiligten war sehr groß, da der erste Skikurstag bereits mit traumhaftem Wetter und fantastischem Schnee glänzen konnte.
Bei der zweiten Ausfahrt nach Balderschwang musste man sich etwas wärmer und witterungsfester anziehen. Abfahrt mit dem Bus war auch diesmal um 5:30 Uhr in Nellingen, sodass man am Morgen noch in recht viele müde Gesichter blicken konnte. Je näher wir aber dem Skigebiet kamen, desto wacher und munterer wurden die mitgereisten Kinder.
Schon eine halbe Stunde bevor wir das Ziel erreicht hatten und auf den Parkplatz eingebogen waren, hatten sich alle Skikursteilnehmer längst umgezogen. Sie konnten es kaum erwarten, endlich auf die Piste zu kommen. Dort angekommen, wurden alle Teilnehmer dem Können nach in Gruppen eingeteilt und schon ging es mit dem jeweiligen Skilehrer los. Trotz des leichten Schneefalls sah man schon schnell die ersten Fortschritte.
Nach einer ausgiebigen Mittagspause fand man sich noch einmal in den Gruppen zusammen und versuchte gestärkt an der Technik zu feilen und das Gelernte vom Vormittag umzusetzen. Gegen Nachmittag wurden auch die kräftigsten Ski- und Snowboardschüler müde und alle waren froh, als der warme Bus gegen Abend den Weg in Richtung Heimat einschlug. Einen kleinen Spaß im Bus gab es auch noch, mit Süßem und Medaillen für alle Teilnehmer. Den mitgebrachten Film musste man auf Englisch anschauen, da die Sprache nicht verstellt werden konnte.
Leider war es diesmal wie immer: die schönen Tage waren einfach zu schnell vorbei.
Die Skiabteilung bedankt sich bei allen Teilnehmern und freut sich schon auf die nächste Saison.
Mareike Leins, Skiabteilung TV Nellingen
Skibasar am 17.11.2012
Der diesjährige Ski-Basar des TVN fand am Samstag, dem 17. November von 9.00 Uhr bis 14.00 Uhr im Eingangsbereich des Otto-Hahn-Gymnasiums in Nellingen statt.
Die Mitglieder der Ski-Abteilung haben die Veranstaltung wieder perfekt vorbereitet:
Annahme der zum Verkauf abzugebenden Sachen an drei Tischen.
Ausstellung der Waren in den Abteilungen für
Skier, getrennt nach Typen für Erwachsene, Kinder, Langlauf und Abfahrt
Snowboards
Schischuhe und Skater
Skistöcke
Helme
Kleidung
Angebot der Fa. Sport Gross, Stuttgart
mit günstiger Neuware
Einstellung der Skibindung
Angebot zum Kantenschleifen
Vier Kassen am Ausgang, mit vorbereiteten Warenregister
Fachkundige Beratung von Mitgliedern der Ski Abteilung und von Sport Gross
Kaffee, Kuchen, Getränke und Leberkäswecken
Anlieferung zu verkaufender Ware
Ab 9.00 Uhr herrschte großer Andrang. Viele Besucher konnten für sich oder ihre Kinder günstig oft neuwertige Ware erwerben. Die Verkäufer erhielten noch einen fairen Preis für ihre gebrauchten Sachen. Wer nichts gefunden oder verkauft hatte, konnte sich wenigstens an Kaffee und Kuchen freuen. Für die nicht mehr zurück genommene, unverkaufte Ware war ein kleiner Obolus als Entsorgungskosten zu entrichten.
Am Verkaufsstand der Helme
Nach dem offiziellen Ende des Basars war für die Freunde der Ski-Abteilung noch einiges zu tun. Das Foyer musste aufgeräumt und das Mobiliar wieder hergerichtet werden, Kaffee- und Kuchengeschirr wurden zurückgenommen. Die nicht abgeholte Ware musste zur Entsorgung bereitgestellt werden. Auch die Kassen mussten abgerechnet werden. Ein geringer Erlös verbleibt hoffentlich bei der Ski-Abteilung des TVN.
Ob die Schuhe zu den Skiern passen?
Eigentlich fehlte draußen nur der Schnee, um die Vorfreunde auf den Winter perfekt zu machen.
Ein Dank gilt der Schulleitung des Gymnasiums für die Überlassung des Foyers, den Mitarbeitern der Fa. Sport Gross und den treuen Helfern der Ski-Abteilung mit ihren Kuchenbäckerinnen.
Wir wünschen allen Wintersportlern gute Abfahrt und gesunde Heimkehr!
An dieser Stelle möchten wir auch gleich auf unsere
Ski- und Snowboardkurse für Kinder
im neuen Jahr hinweisen. Sie finden am 26.01.2013 sowie am 02.02.2013 in Balderschwang statt. Näheres hierzu später auf dieser Seite.
Skifreizeit 2012
Skifreizeit 2012 auf dem Stubai-Gletscher
Wie schon in den vergangenen Jahren, so hatte Siegfried Metzger auch dieses Jahr für den 16. bis 19. April zur Stubai-Ausfahrt der Ski-Abteilung eingeladen. Mit acht Personen fand die Gruppe in einem Kleinbus Platz. So begann die Reise am Montag, den 16. April in der Frühe und führte über Ulm, Reutte, den Fernpass, Innsbruck nach Fulpmes, zum „Basislager“ im Hotel „Tirolerhof“. Dieses erste Ziel wurde schon gegen Mittag erreicht.
Der Wetterbericht ließ es nicht ratsam erscheinen, noch am Nachmittag auf den Gletscher zu fahren. So wurde nach einer ausgedehnten Wanderung die Mittagsvesper im Bergrestaurant „Riese“ eingenommen.
Zurück im Hotel, konnten vor dem Abendessen die müden Glieder in der Sauna wieder aufgewärmt werden. Das Fußballspiel Bayern München gegen Real Madrid (2:1) wurde natürlich nicht verpasst.
Die drei folgenden Tage verbrachte die Gruppe überwiegend bei Sonnenschein auf den verschiedensten Pisten des Gletschergebietes. In der Nacht von Montag auf Dienstag fielen 30 cm Pulverschnee, eine herrliche Grundlage zum Skifahren. Es herrschte kein Andrang an den Liften, sodass jeder, seinen Möglichkeiten entsprechend, fahren konnte.
Auch in der kleinen Gruppe wurde abends Après-Ski großgeschrieben. Ein kleines Dankeschön wurde Siegfried Metzger dem Organisator und Manne Aichele als Busfahrer für ihre Mühe überrecht.
Die stau-freie Rückfahrt wurde im „Deutschen Haus“ in Gruibingen unterbrochen, wo es ein deftiges Abschlussessen gab. Wohlbehalten erreichte die Gruppe am Abend dann Nellingen.
Frühjahrswanderung 2012
Frühjahrswanderung 2012 der Skiabteilung rund um Strümpfelbach
Pünktlich zu Beginn der Wanderung am Sonntag, dem 3. Juni, um 9.30 Uhr, begann es zu regnen. Da die Wanderung aber am 6. Mai schon einmal wegen Regens verschoben worden war, entschlossen sich die 22 Wanderfreunde ohne Widerrede, heute nicht aufzugeben. Dieser Entschluss hatte sich gelohnt, wie sich später zeigen sollte.
Zunächst fuhren wir in Fahrgemeinschaften von Nellingen aus bis zum Parkplatz des Schwimmbads in Strümpfelbach. Von dort begann die Wanderung unter Führung von Siggi Metzger, zunächst bergauf, durch ein naturbelassenes Tal auf die Höhe nach Schanbach, einem Ortsteil von Aichwald. Im Wald empfand man den Nieselregen und die kühlen Temperaturen für das Wandern bergauf eher als angenehm. Schanbach überraschte u.a. mit seiner Kirche, den gepflegten Häusern und einem Zentrum für Pferdepflege und Reitbedarf. Spätestens hier ließ sich die Sonne blicken.
Von Schanbach aus, folgten wir, vorbei am Wasserturm Krummhardt (480 m), über Krummhardt einem schönen, sonnigen Weg mit Obstplantagen nach Aichwald-Aichelberg, wo das Mittagessen im Gasthaus und Metzgerei „Ochsen“ auf uns wartete. Nach der Mittagsvesper ging es weiter zum nahegelegenen Karlstein. Dieser erinnert an Herzog Karl Eugen, der im 18. Jahrhundert hier Streitigkeiten zwischen den Remstalgemeinden geschlichtet hatte.
Von hier aus hat man einen tollen Ausblick auf das Remstal, mit seinen Weinbergen und Feldern, auf das Stuttgarter Becken, sowie auf die bewaldeten Höhen des Schurwaldes. Nun folgten wir den Weinbergwegen hinunter zur Endersbacher Kelter. Gottseidank war diese geschlossen, sonst wären wir vielleicht nicht mehr nachhause gekommen.
So reichte es noch, um in Strümpfelbach einen Teil des Skulpturenweges zu begehen und sich an den vielen lustigen, teils erotischen Figuren der Künstlergenerationen Nuss, Traub und Heeß zu erfreuen (Bild unten).
Insgesamt legten wir 15,5 km zu Fuß zurück und jeder freute sich auf die Kaffeepause im Naturfreundehaus Waldheim, oberhalb Strümpfelbach. Wieder pünktlich um 17.00 Uhr, als wir im Naturfreundehaus ankamen, setzt ein langer Gewitterregen ein. Da schmeckten Kaffee und Kuchen besonders gut. Draußen stand und steht noch eine Männerskulptur (von Karl Ulrich Nuss), nackt, ungeschützt in Wind und Regen. Gegen 19.00 Uhr erreichten die Ausflügler wohlbehalten aber ermattet Nellingen.
Kein Respekt vor großen Tieren!
Radwanderung 2012
Die diesjährige Radwanderung der Ski-Abteilung vom 06.07. bis 08.07 hatte den südlichen Kraichgau zum Ziel. Sechzehn Teilnehmerinnen und Teilnehmer starteten am Freitag früh mit dem Auto von Nellingen aus und erreichten über die Autobahn bei Pforzheim den Landgasthof „Rose“ in Bretten-Diedelsheim gegen 9.00 Uhr. Es war prächtiges Wetter und nicht zu warm. So wurden die Fahrräder startklar gemacht für die etwa 60 km lange „Schlössertour“. Wie schon einige Jahre zuvor, hatte Klaus Herget die Tour minutiös millimetergenau in Länge und Höhe mit dem Radcomputer geplant. Klaus ist aber auch der Frontman. Es ist schier unmöglich ihn zu überholen, erstens wegen fehlender Kondition und zweitens wegen fehlender Ortkenntnis des Überholers.
Diese erste Route führte von Diedelsheim über Gondelsheim, vorbei am dortigen Schloss, das jetzt ein Tagungshotel ist, weiter entlang der Bahnlinie über Heidelsheim nach Bruchsal. Das barocke Schloss in Bruchsal hat schön renovierte Fassaden und riesige vergoldete Wasserspeier. Innen konnten wir das Treppenhaus von Balthasar Neumann bewundern, welches sich kunstvoll um die zentrale Durchfahrt windet. Wesentliche Teile des Treppenhauses konnten nach einem Bombenangriff in den letzten Tagen des Krieges gerettet werden, sodass die Treppenwunder heut noch bestaunt werden kann. Das Schloss war die frühere Residenz der Fürstbischöfe von Speyer, von denen Damian Hugo Philipp von Schönborn-Buchheim sich lobte, dass er eine schönere Residenz als in Augsburg gebaut habe. Ob er es mit seinen Würzburger Verwandten hat aufnehmen können, überlassen wir dem Geschmack des Betrachters. Das Museum im Schloss beherbergt auch ein Musikinstrumentenmuseum. Eine Besichtigung war mit unseren Radlerhosen nicht eingeplant.
Dafür war aber ein deftiges Mittagessen im Sudhaus des Brauereigasthauses Wallhall in Bruchsal eingeplant, dessen erstes Gebot lautet:
„ Es bleibt wie es ist.
Bevor wir mit dem Spaß beginnen, eines vorneweg: bei uns bleibt alles, wie es ist. Das gilt sowohl für unser naturbelassenes Bier, das ohne die sonst übliche Filtration auskommt, als auch für alle Speisen in unserem Haus. Die deutsche Küche hat hier den Stellenwert, wie es Göttern gebührt. Damit Sie sicher sein können, dass alles, was Sie bei uns bekommen, höchsten Ansprüchen genügt.“
Von diesem Götterhügel ging es nun wieder in die Niederungen der Pedale. Durch Ubstadt, Unterwörisheim nach Münzesheim, wo uns in dem asiatischen Garten weitere Überraschungen erwarteten. Lassen wir die Erbauer und Betreuer des Gartens selbst sprechen:
„Der asiatische Garten in Münzesheim ist Bestandteil des Therapiezentrums Kraichtal. In 15jähriger Arbeit wurde hier einer der eindrucksvollsten asiatischen Gärten Europas angelegt. Der Garten ist ca. 1,5 ha groß. Neben vielen originalgetreuen Details wurde versucht, die Formensprache der Gartenbaukunst in Japan und China in die Pflanzenwelt unserer Klimazone zu übersetzen. Auf einer Insel im See lädt ein chinesisches Teehaus zum Aufenthalt ein. In der warmen Jahreszeit ist es hier möglich, Kaffee zu trinken. Sämtliche Bauwerke und Kunstgegenstände wurden und werden von Patienten der Klinik nach alten Vorbildern hergestellt.
In der "chinesischen Mauer" sind Steine aus aller Welt eingebaut, jeder mit einer eigenen Geschichte.
Der asiatische Garten steht allen Patienten jederzeit zur Verfügung. Insbesondere am Wochenende wird er auch gerne von der Bevölkerung der umliegenden Ortschaften aufgesucht. Dadurch wird die Klinik in der näheren und weiteren Umgebung bekannt
und von der Bevölkerung anerkannt.
Uns hat die „Blaue Grotte“ am meisten beeindruckt, ein Rundgewölbe aus vielen hunderten von blauen Flaschen gebildet. Eine Blaue Moschee aus Münzesheim?
Zum Kaffee oder Tee lud ein Teehaus auf einer Insel in einem Weiher ein. War es
nicht so, als käme eine Geisha gerade zur Teezeremonie? Über dem Lotosteich
breiteten die Lotosblätter einen grünen Teppich, besetzt mit großen Wasserperlen.
Ja, noch hatten wir eine weiten Weg vor uns: Gochsheim, Flehingen, Oberderdingen und über einige inzwischen schon beschwerliche Bergwege nach Großvillars.Dort war die nächste Rast in einem „Besen“ eingeplant, im „Weingut Kelterhof“, bei Familie Schäufele/Heckele. Das war wieder eine Überraschung. Konnte man sich jetzt schon, angesichts des nicht allzu fernen Abendziels ein Viertele leisten? Ging es nur noch bergab? Lieber den Navigator nicht befragen und das Viertele bestellen.Der Wirt plauderte unentwegt von der Geschichte der Region. Sie wurde früher von den Waldensern besiedelt, und gab manchem Ort und mancher Familie einen französischen Namen. Er pries aber auch seine Weinbergführungen, seinen Wein, seine Speisen, seine Keller und Festräume. Hier haben wir eine interessante Adresse gefunden, um eine spätherbstliche Weinausfahrt zu planen.
Gut gelaunt, radelte die Gruppe die kurze Distanz nach Bretten und Diedelsheim zurück. Nach dem Duschen wurde in der benachbarten „Sonne“ der Flüssigkeitsverlust ausgeglichen und gut gegessen.
Für die Statistik: Starthöhe bei Diedelsheim 160 m, höchster Punkt 243 m, tiefster Punkt 116 m. 60 km Weglänge.
Der zweite Tag führte uns im Wesentlichen entlang der Enz und sollte ebenfalls an die 60 km erbringen. Wir passierten Bretten im Tal der Enz, über Bretten Ruit und wollten schon bei unseren Freunden Büchele in Ruit (Ostfildern) einkehren. Nichts da! Weiter geht es durch grüne, fruchtbare Landschaften, Ölbronn, Ötisheim, an Mühlacker vorbei, nach Lomershausen. Gottseidank sind keine Hügel zu erklimmen. Die Räder rollen durch das Tal der Enz, überqueren diese mehrmals. Die Weinberge werden zahlreicher. Es tauchen Felsenformationen in den Flussbiegungen der Enz auf, ähnlich wie in den Hessigheimer Felsengärten.
Dann kommt Mühlhausen und Roßwag. Halt! Hier hatte der Herr ein Einsehen und schickte einen Gewitterregen. Aber er schickte auch die Adresse eines Unterstandes, nämlich die des „Gasthofs Krone“. So überstanden wir dank des guten Essens und der Getränke, aber auch beschwingt durch die Geschichten der Kronenwirtin das Gewitter. Hätte es nicht noch länger dauern können? Nebenbei bemerkt, trinken wir in der Tennishütte in Nellingen gelegentlich Roßwager Roten. Nun wissen wir, wo er herkommt.
Das ursprü
ngliche Ziel Horrheim hinter Vaihingen (mit einigen Bergwertungen) mussten wir (wegen des Gewitters) fallen lassen. So ging es direkt über Illingen, Schützingen, Maulbronn (am Kloster vorbei) nach Knittlingen.
Dort durfte eine kurze Gedenkminute vor dem Faustdenkmal eingelegt werden. Der Teufel hatte uns noch nicht geholt.
Bis Bretten war es nicht mehr weit und es reichte noch zu einem Eiskaffee in der Melanchtonstraße, bevor wir zum Hotel in Diedelsheim weiter radelten.
Für die Statistik: Der Startpunkt lag bei 160 m, der höchste Punkt bei 313 m, der tiefste Punkt bei 160 m. 60 km wurden gefahren.
Das Abendessen wurde diesmal im Landgasthof Rose eingenommen. Ein launiges Dankeschön mit einem Weingeschenk aus Großvillars wurde unserem Tourguide Klaus dargebracht.
Der dritte Tag der Tour sollte eigentlich nach Maulbronn und zum Derdinger Horn führen. Es kam jedoch ein Starkregen mit Gewitterbildung auf. Ein Ende des Unwetters war zum Frühstück nicht abzusehen. So entschloss sich die Gruppe, die Tour hier abzubrechen und nach Nellingen zurückzufahren.
In der Statistik müssen noch zwei Reifenpannen berücksichtigt werden.
Da wir zwei Gäste aus der Gegend von Merseburg als Mitfahrer hatten, haben wir in einer kleinen Gruppe am Sonntag vor der Abreise noch eine Führung im Melanchtonhaus in Bretten mitgemacht. Man erhält einen Überblick über die Zeit der Reformation und das Wirken der zahlreichen Reformatoren. Es ist beeindruckend zu erfahren, welch ein Universalgelehrter Philipp Melanchton als Lehrer, Reformator und Vermittler zwischen den Religionen und der Politik war.
Lutz Köllner
Herbstwanderung 2012
Herbstwanderung 2012 im Kleinwalsertal
Vom 18. bis 20. September trafen sich 17 Mitglieder der Ski-Abteilung im Berghaus Schönblick am Söllereck am Anfang des Kleinwalsertals zur diesjährigen Herbstwanderung. Rolf Büchele, unser Tourenplaner und Bergführer, hatte drei anspruchsvolle Touren ausgearbeitet. Gleich am ersten Tag der Anfahrt galt es ab 10 Uhr, nach dem Einchecken im Berghaus, die schwierigste Tour zu bewältigen. Bei bestem wolkenlosem Wetter, gut ausgerüstet und verproviantiert folgten wir dem Höhenweg vom Berghaus über den Söllerkopf (1940 m), den Schlappoldkopf (1968 m), das Fellhorn (2037 m) bis zur Kanzelwand (1957 m) und zur Bergstation der Seilbahn. Das liest sich leicht daher, doch war es eine strapazenreiche Tour von knapp 5 Stunden Gehzeit, mit meist rechts und links des Pfades steil abfallenden Hängen. Von den Anstrengungen erholten sich alle (denn wir hatten keinen Schwund) auf der Bergstation der Kanzelwand von den Strapazen des Auf- und Abstiegs der Gratwanderung. Für einige war die Versuchung groß, schon vorher mit der Fellhornbahn ins Tal zu fahren. Aber sie haben tapfer widerstanden.
Der Talabfahrt nach Riezlern folgte die Busfahrt zu Talstation der Söllereckbahn und von dort mit den Kabinen wieder zum Berghaus. Nach der Begutachtung und Bepflastern der Blasen an einigen Füßen, konnte das gute und reichliche Abendessen genossen werden. Unsere Gruppe war fast alleine auf dem Berghaus. Nach dem Essen wurde die Tour noch einmal durchlebt und alle waren großartige Bergsteiger.
Der zweite Tag überraschte uns mit Nebel und leichtem Regen. Die ursprüngliche Planung, über Hochleite, Skiflugschanze und Freibergsee zur Talstation der Söllereckbahn zu wandern, wurde geändert. Nach einem großen Frühstücksbüffet, beschritten wir den bequemen Höhenwanderweg über dem Tal und erreichten Riezlern gerade rechtzeitig zum „Viehscheid“, also dem Ende des Almabtriebs der Viehherden. Das Ereignis wird hier, wie auch andernorts als großes Fest gefeiert, mit Verkaufsständen und einem Festzeit. Ganz Riezlern war nicht nur voll von Rindviechern, sondern auch von Touristen, die sich das Spektakel nicht entgehen lassen wollten.
Wir taten gut daran, unsere späte Mittagsmahlzeit weiter unten im Tal, im Grenzgasthof „Walserschanz“ zu uns zu nehmen, wo es reichlich Platz hatte. Wollten wir doch als Gruppe nicht auch geschieden werden. Von dort aus war es eine halbe Stunde Fußweg bergab bis zur Talstation der Söllereckbahn, deren letzte Fahrt um 17.00 Uhr uns sicher zum Berghaus brachte. Ein kleines Dankeschön, ein glückliches Rind mit Kuhglocke, überreichten wir Rolf und Gerda Büchele für die Mühen der Vorbereitungen und die geduldige Führung.
Auch diesmal gab es ein reichliches Menü und für die Herren als Nachtisch: Champions-League-Gruppenspiel FC Bayern München gegen Valencia (2:1). Da konnten wir beruhigt einschlafen.
Der dritte Tag war für einen Ausflug in die Breitachklamm vorgesehen, deren Eingang wir mit dem Linienbus über Oberstdorf erreichten. Dieses einzigartige Naturdenkmal ist die tiefste und auch eine der imposantesten Felsenschluchten Mitteleuropas. Die Länge der unteren Schlucht ist etwa 2,5 km mit einem Höhenunterschied von 190 m. Da es am Vortag geregnet hatte, tropften Wasservorhänge von Bäumen und Felsen herab in die tosende Breitach, regenbogenfarbig beleuchtet durch Spalten von Sonnenstrahlen. Ein reißendes Bachbett mit Strudeltöpfen, Felsbrocken, blank gewaschenen Rundsteinen, herabgestürzten Bäumen, überhängenden Gesteinsschichten und ein Wechselspiel von Licht und Schatten begeisterten die Besucher. Ein mulmiges Gefühl beschlich uns angesichts eines gewaltigen Felssturzes. „Am 23. September 1995 um 6:00 Uhr kam es zu einem Felssturz, in dessen Folge etwa 50.000 m³ Fels und Geröll in die Schlucht stürzten. Daraufhin stauten sich 300.000 m³ Wasser (etwa 30 m hoch) an. Am 23. März 1996 um 11:30 Uhr brach das Wasser durch, verwüstete die Klamm vollständig und richtete Schäden in Höhe von rund 300.000 DM an.“ (Quelle: wikipedia.org/wiki/Breitachklamm). Alle erreichten an diesem Tag jedoch wohlbehalten den Ausgang an der "Walserschanz". Das Lokal lud uns ein letztes Mal zum Imbiss ein.
Nach wiederum gut einer halben Stunde erreichten wir den Parkplatz an der Söllereckbahn. Dort endete der gemeinsame Ausflug und die Fahrgemeinschaften begaben sich auf die Heimreise.
Lutz Köllner/Rolf Büchele
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